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Kleines Saarland ganz GROSS

Das MERIAN Magazin Saarland ist ein Bestseller und eine Liebeserklärung an des Saarland und seine Bewohner. MERIAN-Chefredakteur Hansjörg Falz war von jeder Fahrt ins Saarland nachhaltig beeindruckt und Redakteurin Tinka Dippel begeistert, wie freundlich und offen die Saarländer sind. 


„Auf einmal gucken alle in den Südwesten der Republik: In der Bundespolitik ist das kleine Land groß vertreten, in der Gastronomie geht dort ein Stern nach dem anderen auf, und immer mehr Touristen entdecken die vielen Wander- und Radwege sowie die Natur, der das Land seine sehenswerteste Kurve verdankt: die Saarschleife. Eine neue Ikone ist das Saarpolygon, eine riesige begehbare Skulptur und ein Sinnbild für das Ende des Bergbaus. Das Saarland ist in Bewegung, der Strukturwandel in vollem Gange, in Saarbrücken entsteht ein IT-Campus mit internationaler Strahlkraft. Aber auch die geselligen und gemütlichen Seiten des Saarlands kommen in der neuen MERIAN-Ausgabe Januar 2019 nicht zu kurz.“ – fasst die Redaktion den Inhalt des Magazins zusammen. MERIAN Saarland ist im gut sortierten Zeitschriften- und im Buchhandel oder unter www.merian.de erhältlich und kostet 8,95 €. 

Bilder, die das Saarland perfekt in Szene setzen und Einblicke die begeistern. Spannende Reportagen, zahlreiche Tipps und Hintergrundinformationen machen neugierig und Lust darauf, dass Saarland zu erkunden. Klein, aber fein ist es für uns das schönste Bundesland der Welt – am scheenschde iss doch dehemm.

12 Seiten widmet das Magazin unserer Landeshauptstadt und seinen Vierteln. „SAVOIR-VIVRE in Saarbrücken“ zeigt die schönsten Ecken der Stadt. Tief verwurzelt in einem Felsen, bunt, kreativ, genussfreudig, alternativ und streitbar: In der Hauptstadt und einzigen Großstadt des Landes kommt ein ganz besonderer Mix zusammen, schreibt die Redakteurin Tinka Dippel. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion veröffentlichen wir nachstehend Auszüge des Artikels.

Foto: Lukas Spörl

Das Quartier Mainzer Straße:  »Ich habe die Entwicklung der Straße 15 Jahre als Journalist begleitet«, erzählt Martin Rolshausen. Früher habe es dort viele verwaiste Häuser gegeben, »heute steht nichts lange leer«. Einst fuhren hier die Saarbahn und Lkws in die Stadt, dann entledigte sich die Straße der Schienen und einer Fahrtrichtung. Rolshausen konnte zusehen, wie hier eine Nachbarschaft entstand, jetzt ist er ein Teil davon. Die Pizza, die sie zu den Bieren reichen, holen sie zwei Häuser weiter bei »Yummy Kebab«, die Räume haben sie von Andrea Dumont übernommen, die mit ihrer »Fruchteria« nach schräg gegenüber ins Hotel »Leidinger« gezogen ist  und dort mit ihren selbst gekochten Marmeladen auch gleich das Frühstücksbüfett bestückt. Das »Leidinger« ist der Kern des Quartiers Mainzer Straße, der Architekt und Städteplaner Gerd Leidinger hat es 1990 in einem ehemaligen Alten- und Pflegeheim eröffnet und als Erster das Potenzial dieser Ecke erkannt, die kaum einer auf dem Schirm hatte.

Das Nauwieser Viertel: Es sind fünf Minuten zu Fuß von der Mainzer Straße ins »Nauwieser«, das alles hat, was ein gewachsenes Großstadtviertel braucht: Gründerzeitbauten, Kneipen, Restaurants und Boutiquen am laufenden Band, eine Rotlicht- und Drogenvergangenheit und eine Gegenwart, in der sich die Reste dieses Milieus mit einer kreativen Szene mischen.

Foto: Lukas Spörl

Der St. Johanner Markt mit seinen Boutiquen, Kneipen, Bistros und Restaurants ist das Herzstück des Saarbrücker Lebens. Hier trifft man sich oder man bummelt durch die malerischen Gässchen rund um den Markplatz. Hipster treffen hier auf die Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, die auch gern mal bei Kalinski sitzt, Anzugträger, Familien und Freundinnen auf Shoppingtour machen gemeinsam Mittagspause. Und wenn die Läden längst zuhaben, brummt dieser Platz weiter, gerne bis in die Nacht.

Foto: Lukas Spörl

Der Schlossplatz, nur fünf Minuten weiter:  Das Brummen des Marktes scheint fern, nur das Plätschern eines Brunnens ist zu hören. Der Weg zum Schlossplatz führt über die älteste Brücke der Stadt, über Saar und Stadtautobahn und danach einige Stufen bergauf. Das Saarbrücker Schloss thront auf einem Felsen über der Saar. Dieser Platz speichert Geschichte, hier hat Saarbrücken seinen Anfang genommen. Eingezogen ist dort das Historische Museum Saar – zumindest zehn Prozent davon. »90 Prozent liegen unter der Erde«, sagt Museumsleiter Simon Matzerath und führt unter die Weiten des Schlossplatzes, wo man Spuren verschiedenster Epochen findet.

Foto: Lukas Spörl

Der Osthafen: Von der frühesten Geschichte zur ungewissen Zukunft sind es dann mehr als fünf Minuten zu Fuß. Man läuft eine gute halbe Stunde, immer an der Saar entlang. Vorbei an Staatstheater, Musikhochschule, Moderner Galerie, dann wird es grün, der Weg streift den Staden, Saarbrückens grünes Ufer, wo an einem Sommerabend Hunderte auf den Wiesen oder im Biergarten sitzen. Weiter durch ein mit Fleischbetrieben gespicktes Industriegebiet – bis zum Osthafen.»Hier können wir uns entfalten«, sagt Janus Mudrich. Anwohner und Streit über ältere Rechte, so wie im Nauwieser Viertel, gibt es hier nicht. So konnte in den letzten Jahren vieles wuchern und auch mal ausufern. Ein Club kam dazu, Künstler und Partyveranstalter zogen ins Rhenania-Gebäude, einen wenig einladenden, heute graffiti-bunten Kasten nebenan. »Uns ging es aber nie nur ums Feiern«, sagt Mudrich. 2017 startete hier ein Projekt namens »Sektor Heimat«, an dem neben Janis Mudrich viele andere Kreative beteiligt sind. Sie wollen hier ein Kulturzentrum wachsen sehen, mit Ateliers, Tonstudios, Ausstellungsräumen. Im Erdgeschoss des Rhenania-Gebäudes wird gerade geschraubt und gebohrt, dort entsteht ein Fantasiewald als Partykulisse.

Quelle: MERIAN Saarland  

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Axel Umlauf

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