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Saarländisches Staatstheater stellt Spielplan 2019/2020 vor

Mitte August beginnt am Saarländischen Staatstheater die Spielzeit 2019/2020 und mit ihr die dritte Saison von Generalintendant Bodo Busse.


Generalintendant Bodo Busse Foto: Martin Kaufhold

Längst ist der aus dem »Ländle« stammende 49-jährige an der Saar heimisch geworden, hat hier sein persönliches wie künstlerisches Zuhause gefunden: »Ich fühle mich unglaublich wohl im Saarland, genieße die bunte Vielfalt des Lebens und die urbane Atmosphäre der Landeshauptstadt in vollen Zügen«, so Busse. »Besonders die Offenheit der Saarländer schätze ich, das Lebensgefühl, und natürlich die Nähe zu Frankreich und Luxemburg. All das hat mich für das Programm 2019/2020 inspiriert.«

MUSIKTHEATER

Eine Nähe, die im Spielplan auch gelebt wird: Sämtliche Opern im Großen Haus werden sowohl Deutsch als auch Französisch übertitelt, mit der französischen Originalfassung von Verdis »Don Carlos« (Freitag, 24. Januar) und Bizets exotischer Oper »Les Pêcheurs de Perles (Die Perlenfischer)« (Freitag, 12. Juni) setzt das Staatstheater seinen einst mit Rossinis »Guillaume Tell« begonnenen Zyklus französischer Opern fort. Die Märchenoper »Die arabische Prinzessin« (Sonntag, 13. Oktober) entsteht in Koproduktion mit der Opéra National du Rhin Strasbourg, eine Zusammenarbeit, die in den Folgejahren intensiviert werden soll.

Mit der deutschen Erstaufführung des Musicals »Marguerite« (Samstag, 7. Dezember) erfüllt sich fürBusse ein langgehegter Wunsch: »Seit ich als Jugendlicher ˃Yentl˂ im Kino gesehen habe, bin ich eingroßer Michel-Legrand-Fan. Die Mischung aus sinfonischem Jazz, Musical und Chanson, die seine Kompositionen auszeichnen, finde ich einfach großartig.« Die Aufführung am Staatstheater ist zugleich eine Hommage an die zu Beginn des Jahres verstorbene Filmmusik- und Jazzlegende. »Legrand ist ein toller Komponist«, schwärmt Generalmusikdirektor Sébastien Rouland. »Leider werden seine Werke selbst in Frankreich viel zu selten aufgeführt – ich bin froh, dass sein Musical nun in Saarbrücken auf die Bühne kommt«, freut sich der gebürtige Franzose, auch wenn er in Sachen Musical das Dirigentenpult seinem Kollegen Stefan Neubert überlässt. »Marguerite« bringt ein dunkles Kapitel deutsch-französischer Geschichte auf die Bühne: Die Handlung spielt im besetzten Paris des Jahres 1942. Marguerite, einst gefeierte Jazz-Sängerin, ist Mätresse des deutschen Offiziers Otto. Als sie sich in den Musiker Armand verliebt, wird es gefährlich: Denn Armand kämpft in der Résistance gegen die deutsche Besatzung … Legrands wunderbare Musik begleitet die Protagonisten durch eine Zeit, in der es ums nackte Überleben geht.

Insgesamt neun Neuproduktionen, darunter zwei deutsche Erstaufführungen, hält der Musiktheaterspielplan des Saarländischen Staatstheaters in der kommenden Saison bereit. Gleich zum Saisonauftakt gibt ́s ein temporeiches Ensemblestück: Mozarts »Le Nozze di Figaro« (Sonntag, 8. September), komplett aus den eigenen Reihen besetzt. Peter Schöne und Salomón Zulic del Cantoalternieren in der Partie des Grafen, ihnen zur Seite stehen Valda Wilson bzw. Olga Jelínková als Gräfin, in die Hosenrolle des Cherubino schlüpft Carmen Seibel und als Susanna und Figaro brillieren Marie Smolka und Markus Jaursch. Intendant Bodo Busse ist stolz auf sein leistungsstarkes Musiktheaterensemble: »Selbst große Opernpartien können wir mühelos aus dem hauseigenen Ensemble besetzen. Beim ˃Don Carlos˂ beispielsweise gibt es zahlreiche Rollendebüts zu feiern: Sung Min Song und Angelos Samartzis alternieren in der Titelpartie, auch Pauliina Linnosaari (Elisabetta) und Peter Schöne (Marquis Posa) singen ihre Partie zum ersten Mal.«

In Sachen Regieteams setzt Busse auf Kontinuität – Aron Stiehl (»Die lustige Witwe«), Roland Schwab (»Don Carlos«), Barbara Schöne (»Marylin forever«) sowie Demis Volpi (»Die Passagierin«) inszenieren zum zweiten Mal in Saarbrücken –, holt aber auch neue, vielversprechende Talente ans Haus: Eva-Maria Höckmayr (»Die Hochzeit des Figaro«), Pascale-Sabine Chevroton (»Marguerite«), Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka (»Das Rheingold«), Susanne Lietzow (»Les Pêcheurs de Perles«).

Ende März wird dann, nach 20 Jahren, ein neuer Saarbrücker »Ring« geschmiedet: »Das Rheingold« (Samstag, 28. März) wird von den jungen ungarischen Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka in Szene gesetzt. Längst haben sich die beiden im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht, haben allerdings in ihrer Heimat aufgrund ihrer unkonventionellen Regie- und Bühnenkonzepte einen schweren Stand – und genau das macht sie zu aufregenden Betrachterinnen der Wagnerschen Geschichte um Gier und Macht. Auch für GMD Sébastien Rouland ist Wagners»Rheingold« ein Höhepunkt im Programm 2019/2020: »Es ist mein erster ˃Ring˂, eine großeHerausforderung für mich«, so Rouland, »und ich freue mich auf den Beginn einer langen, intensiven Arbeit und die Chance, an einem Projekt über vier Jahre lang wachsen zu dürfen.«

Klassiker des ernsten wie heiteren Genres im Programm zu haben, ist Busse und Rouland wichtig. Ebenso möchten sie aber dem zeitgenössischen Musiktheater eine Plattform bieten: Die deutsche Erstaufführung von Gavin Bryars Kammeroper »Marilyn forever« (Samstag, 8. Februar) blickt hinter die Glamourfassade des Künstlerlebens Marilyn Monroes. Das Saarland liegt im Herzen Europas – einem Europa, das durch rechtsnationalistische Tendenzen zunehmend gefährdet wird. Umso wichtiger ist es, gegen das Vergessen anzugehen. Mit MieczysławWeinbergs Oper »Die Passagierin« (Samstag, 9. Mai) wird ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte ins Bühnenlicht geholt: Auf einer Kreuzfahrt wird Lisa wie aus dem Nichts mit ihrer Vergangenheit konfrontiert: In einer Passagierin meint sie, Martha wiederzuerkennen. Jene Martha, die ihr einst als jüdische Gefangene im KZ Auschwitz ausgeliefert war. Denn dort war Lisa als Aufseherin tätig. Nicht einmal ihr Mann, ein bundesdeutscher Diplomat, kennt ihre dunkle Vergangenheit …

Dass Weinbergs Oper nun den Weg auf die Saarbrücker Bühne findet, ist nicht nur dem Bestreben, Musiktheater des 20. Jahrhunderts im Repertoire zu verankern, geschuldet: Erst kürzlich hat sich das Saarländische Staatstheater der bundesweiten Bewegung »Wir sind viele!« angeschlossen, in der sich Kunst- und Kulturschaffende offen gegen Populismus sowie rassistisches und nationales Gedankengut aussprechen und zu Weltoffenheit und Demokratie bekennen. »Was am Saarbrücker Theater, wo tagtäglich über 400 Menschen aus verschiedensten Nationen friedlich miteinander arbeiten, gelingt, sollte doch auch in Europa möglich sein«, wünscht sich Bodo Busse.


BALLETT

Dem Ballettdirektor des Saarländischen Staatsballetts Stijn Celis und seiner Kompanie wird in der Spielzeit 2019/20 eine besondere Wertschätzung zuteil: Mit der neuen Choreographie»Prometheus« gehen er und die Tänzer und Tänzerinnen des Saarländische Staatsballetts gleich zweimal auf Reisen, einmal nach Heilbronn und nach Bonn. »Ich freue mich sehr, dass wir gerade die neue Choreographie »Prometheus« im kommenden Jahr in Bonn im Rahmen der Feierlichkeiten zu Beethovens 250. Geburtstag zeigen können. «

Der Saarländische Staatsballett unter der Leitung von Stjin Celis wird »Prometheus« zur Musik von Ludwig van Beethovens »Die Geschöpfe des Prometheus« und Lorenzo Bianchi Hoesch als Beitrag zum Beethoven-Jahr 2020 auf die Bühne des Großen Hauses des Saarländischen Staatstheaters (Premiere: Samstag, 5. Oktober 2019) bringen. In der Mythologie gibt Prometheus dem Menschen die Macht über die Natur zurück, da er ihnen das von Zeus geraubte Feuer überlässt. Im Ballet ersetzt die Kunst diese Naturgewalt. »Die Zuschauer dürfen sich auf einen abwechslungsreichen, beschwingten und zugleich kraftvollen, feurigen Ballettabend freuen«, sagt Kompaniemanager Klaus Kieser.

Mit zwei Choreographien wird das Tanzfestival Saar 2020 am Donnerstag, 5. März, im Großen Haus eröffnet: Ballettdirektor Stijn Celis und Richard Siegal versetzen die Tänzer in die »Future World«.E.T.A. Hoffmanns Erzählung »Der Sandmann« gehört zu den zentralen Werken der »schwarzen Romantik«. Sie blickte – quasi zwischen der Aufklärung und Sigmund Freud – auf die dunkle Seite des Menschen. Ausgehend von E.T.A. Hoffmann kreiert Stijn Celis ein neues Stück mit dem Titel »Clara«. Den Abend komplettiert Richard Siegals 2014 entstandenes Ballett »Liedgut «.

Es ist der erste gemeinsame Ballettabend von Stijn Celis und Richard Siegal. Mit dem in Amerika geborenen Choreographen bekommen die Ballett-Fans ganz neue Bewegungsformen geboten, die den Tanz auf der Spitze zeigen. Siegal tanzte zwischen 1997 und 2004 bei William Forsythes Ballett Frankfurt. In dieser Zeit entstanden seine ersten Choreographien. 2005 gründete er die interdisziplinäre Künstlerplattform The Bakery mit Sitz in Berlin. Zwischen 2013 und 2015 hat er mehrere Werke für das Bayerische Staatsballett erarbeitet; weitere Uraufführungen entstanden etwa für das Cedar Lake Contemporary Ballet und das Hessische Staatsballett. 2016 etablierte er seine eigene Kompanie mit dem Namen Ballet of Difference. In seinen Arbeiten kombiniert er regelmäßig Tanz mit Medientechnologie.

»Aufbrüche« heißt der Ballettabend mit Choreographien von Moritz Ostruschnjak und Marioenrico D’Angelo am Freitag, 15. Mai 2020 in der Alten Feuerwache. Und ganz dem Namen nach dürfen sich die Zuschauer*innen auf einen Abend freuen, an dem das Ballett buchstäblich zu neuen experimentellen Formen aufbricht …

Moritz Ostruschnjak studierte in München und an der École Rudra-Béjart Lausanne und tanzte bei Ensembles in Nürnberg, Mannheim, Arnheim und Göteborg. 2009 war er an der Uraufführung vonStijn Celis’ »Your Passion is Pure Joy to Me« beteiligt. Seit 2013 ist er als Choreograph tätig; seine Stücke entstanden überwiegend in München. Marioenrico D’Angelo war Tänzer beim Spellbound Contemporary Ballet und von 2013 bis 2018 am Saarländischen Staatstheater. Erste Choreographien schuf er für die »SubsTanz«-Abende. 2018 konnte er als einer von drei Nachwuchschoreographen im Residenzprogramm des Hannoveraner Festivals »Tanztheater International« ein neues Stück erarbeiten.

Sie ist inzwischen schon fast eine Institution, die Reihe »SubsTanz« der Tänzerinnen und Tänzer des Saarländischen Staatsballetts. In kurzen Szenen stellen sie nicht nur ihre choreographischen Talente unter Beweis, sondern gestalten auch Bühne, Kostüme und Licht. Für den einen oder anderen ist »SubsTanz« möglicherweise der erste Schritt auf dem Weg in eine neue Karriere. Die Premiere von »SubsTanz 20« ist am Samstag, 27. Juni 2020 in der Alten Feuerwache. Nicht selten entstehen an solchen Abenden neue Handschriften des Tanzes. Wer dabei war, wird die belebende Kraft der Entdeckung nie vergessen.


SCHAUSPIEL

Das Schauspiel des Saarländischen Staatstheaters und die sparte4 haben ihre Stücke in der Spielzeit 2019/20 unter das Motto »Macht, Ohnmacht und Empowerment« gestellt. »Egal, ob Klassiker der Weltliteratur oder zeitgenössische Werke – Macht, Ohnmacht sind die zentralen, gesellschaftlichen Themen, die nie an Aktualität verlieren, solange es Menschen gibt. Das ist der Stoff von unendlich spannenden Geschichten und Fragestellungen«, erklärt Chefdramaturg Horst Busch. Insgesamt sind in der neuen Spielzeit des Schauspiels 14 Stücke zu sehen, darunter sind vier Uraufführungen und eine Deutsche Erstaufführung.

So eröffnet das Saarländische Staatstheater (Samstag, 7. September 2019) in der Alten Feuerwache die Spielzeit mit dem bewegenden Schauspiel »Hoffnung« als deutsche Erstaufführung. Das Stück nach der preisgekrönten Trilogie »Habgier, Angst & Hoffnung« von Stijn Devillé befasst sich mit der Zukunft unserer Welt. Sie beleuchtet die Zeit nach der großen Finanzkrise bis heute, erklärt Abhängigkeiten, Motive, Werdegänge und Zusammenhänge. Devillé macht Druck und Mut. »Seine Trilogie hat das Potenzial, die Menschen ähnlich aufzurütteln wie die Schülerbewegung »Fridays for Future«. Er analysiert ironisch und mit Leichtigkeit Zusammenhänge, die sprachlos machen. Diese Geschichte bringt neue Sichtweisen, das Publikum ist an den handelnden Personen ganz nah dran«, schwärmt Schauspieldirektorin Bettina Bruinier.

»Weh Dem, der aus der Reihe tanzt. Sulzbach«, heißt der zweite Teil der Saarland-Saga (Freitag, 13. September 2019 in der sparte4) Die Uraufführung nach dem Roman des gebürtigen Sulzbachers Ludwig Harig ist ein Regionalprojekt mit Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen von Saarländern. Auf der Grundlage von Ludwig Harigs Roman entwirft Schauspieldirektorin Bettina Bruinier eine saarländische Collage aus Zeitzeugenberichten, historischem Material und Spielszenen, die die späten 20er Jahre, die Zeit des Dritten Reiches und die Nachkriegsära spiegelt. Eine weitere Uraufführung in der kommenden Spielzeit ist die »Bewegung Kohlhaas« (Samstag, 18 Januar 2020, Alte Feuerwache) mit spannenden Fragen um Selbstjustiz, Rechtfertigung und Gerechtigkeit. Der Schweizer Autor, Dramaturg und Regisseur Marcel Luxinger schreibt das Stück exklusiv für das Saarländische Staatstheater.

Drei Klassiker stehen auf dem Spielplan des Schauspiels: Das packende Drama »Hexenjagd« von Arthur Miller (Samstag, 14. September 2019, Großes Haus) zeigt, wie Gerüchte und Vorurteile eine Gesellschaft infizieren und zerstören. Heute könnte man sagen: Was fake news anrichten! »Frühlings Erwachen« nach Frank Wedekind stellt die Moral und das Erwachsenwerden (Freitag, 8. November 2019) in den Mittelpunkt, und »Nora« von Henrik Ibsen (Samstag, 4. April 2020, Alte Feuerwache) beschreibt die Abhängigkeit von Frauen in einer männerdominierten Welt und erzählt vom Ausbruch aus Zwängen.

Das Familienstück ist die »Kleine Meerjungfrau« nach Hans Christian Andersen (Sonntag, 10. November 2019, Großes Haus). Sie tummelt sich in einer farbenfrohen, fantasievollen Unter- und Überwasserwelt mit viel Musik. Ein großer Spaß für die ganze Familie!

Mit »Amadeus« (Freitag, 7. Februar, 2020 Großes Haus) wird das Leben eines Genies auf die Bühne gebracht, das Publikum entdeckt Wolfgang Amadeus Mozart neu. Regisseur Michael Schachermaier erzählt das Leben eines Superstars nach dem Schauspiel von Peter Shaffer mit Musik.

Schauspieldirektorin Bettina Bruinier wird den Kinoerfolg »Der große Gatsby« (Freitag 17. April 2020, Großes Haus) um Schein und Gier nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald mit großer Ausstattung und viel Musik in Saarbrücken aufführen und dabei auch die Gegensätze von Pracht und Elend zeigen. Passend zum Schein und Glanz und Gloria werden in dem Lustspiel von Eugène Labiche»Trüffel Trüffel Trüffel« serviert (Samstag, 6.Juni 2020, Alte Feuerwache). Wenn Kleinbürger hochstapeln … gibt es kein Halten mehr.

In der sparte4, der kleinsten Bühne des Saarländischen Staatstheaters, zeigt das Leitungsteam Thorsten Köhler und Luca Pauer neben der Saarland-Saga vier Stücke zum Thema Macht und Ohnmacht. So erzählt die rabenschwarze Komödie um eine Hauptdarstellerin in einer TV- Seifenoper »Ada und ihre Töchter« von Noah Haidle (Donnerstag, 31. Oktober 2019) von Menschen auf verlorenem Posten, bei denen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Das Schauspiel »1 Yottabyte Leben« ist eine Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Saar (Freitag 17. Januar 2020).

Die junge Autorin Olivia Wenzel schrieb das Stück der Generation Instagram auf den digitalen Leib.»Social Media, Influencing, Likes und Follower, aber auch Trolling, unverhohlener Rassismus und Terrorismus sind die Stichworte. Brandaktuell, böse, klug und brüllend komisch«, findet Thorsten Köhler. Das Bürgerprojekt »Schinderei. Wer die Wahrheit sagt, wird gehängt« (Freitag, 3. April, 2020) heißt die Inszenierung der gesteuerten Bestimmer*innen nach der Flugschrift von Georg Büchner mit dem Leitsatz »Friede den Hütten, Krieg den Palästen! « »Theater kann eine Menge bewirken und fordert jeden Einzelnen von uns heraus, sich zu beteiligen«, sagt Luca Pauer, Leitung Junges Theater und sparte4. 2017 waren bereits 170 Saarländer*innen an Bürgerprojekten des ensemble4 beteiligt.

In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main wird das Schauspiel »Das Knurren der Milchstrasse« von Bonn Park (Freitag, 5. Juni 2020) gezeigt. Ein wunderbar frecher Theaterabend für alle, die bereit sind, sich der Überforderung der Welt zu stellen.

Fotos Ensemble Martin Kaufhold, Saarlandfotos + Bildmontage Holger Kiefer

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Axel Umlauf

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