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Städtehopping der besonderen Art: Auf zwei Rädern rund um Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier

Angetrieben vom eigenen Rhythmus malerische Landschaften und pulsierende Städte erleben: Radfahrer finden in der Grenzregion zwischen Deutschland, Luxemburg und Frankreich ein gut ausgebautes Netz mit vielseitigen Radrouten für jede Kondition und jeden Anspruch.


Die Touren führen Genussradler, Familien und ambitionierte Fahrradfahrer rund um die Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier, die mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und kulinarischen Höhepunkten zu abwechslungsreichen Übernachtungsstopps einladen.

Für die ganze Familie – VeloRoute SaarLorLux

An Weinbergen, Wiesen und Wäldern entlang führt die VeloRoute SaarLorLux vorbei an kleinen Dörfern hin zu den historischen Städten Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier. Auf rund 375 Kilometern verbindet die Radtour Kultur und Natur der QuattroPole-Städte und der grenzüberschreitenden Großregion. Die VeloRoute verläuft überwiegend auf Nebenstraßen und gut ausgebauten sowie ebenen Radwegen an den Flusstälern von Saar, Mosel und Sauer entlang und ist deshalb auch für Familien geeignet.

Start- und Endpunkt der Tour ist Saarbrücken, die pulsierende Metropole an der Saar. Der erste Streckenabschnitt umfasst 186 Kilometer und verläuft direkt an der Saar durch kleine lothringische Städte wie Saargemünd und Saaralb. Durch das Waldgebiet der Lorraine geht es weiter nach Metz, wo die Radler zum Beispiel das beeindruckende Kunstmuseum Centre Pompidou-Metz oder den Stephansdom bei einem Zwischenstopp besichtigen können.

Der nächste Tourabschnitt mit einer Strecke von rund 105 Kilometern schlängelt sich an der Mosel entlang und führt von Metz durch Thionville ins luxemburgische Remich. Unzählige charmante Plätze laden auf dem Weg zum kurzen Verweilen ein und lassen Reisende Gastronomie, Weine und Natur der Region genießen. An herrlichen Reblandschaften vorbei geht es von hier aus weiter in die Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg, die mit ihrer historischen Altstadt beispielsweise zum ausgiebigen Bummeln und Flanieren einlädt.

Die dritte Etappe mit einer Länge von rund 80 Kilometer führt durch ländliches Gebiet über Beidweiler und Consdorf in Richtung Echternach, das in das idyllische Sauertal eingebettet ist. Von dort aus folgt die Route dem Verlauf der Sauer nach Wasserbillig, dem letzten Stopp, bevor die deutsch-luxemburgische Grenze in Richtung Trier passiert wird. Hier können Besucher unter vielen weiteren Highlights die Relikte der Römerzeit wie nirgendwo sonst in Deutschland auf beindruckende Weise hautnah erleben.

In den Endspurt geht es mit dem letzten Streckenabschnitt, der auf rund 102 Kilometern von Trier entlang der Mosel flussaufwärts bis zur Mündung der Saar nach Konz führt. Entlang der Saar geht es von hier aus vorbei an Saarburg und durch das Merziger Land. Bis zum Endpunkt der VeloRoute in Saarbrücken führt die Strecke noch an Saarlouis und am UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte vorbei.

Grenzenloses Radvergnügen, Natur pur und Familienspaß bietet diese Reiseroute, die die deutsche, französische und luxemburgische Kultur miteinander verbindet. Abhängig von der eigenen Fitness und Dauer der Zwischenstopps sollten Urlauber für die gesamte Strecke rund zehn bis 14 Tage einplanen. Je nach Urlaubszeit und Kondition kann die Route natürlich auch entsprechend verkürzt werden.

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Für Genussradler – Mosel-Radweg

Zu einer der beliebtesten Radtouren in der Grenzregion zählt der Mosel-Radweg, der von Thionville in Frankreich bis nach Koblenz führt. Auf 275 Kilometern verbindet die Strecke die deutsche, französische und luxemburgische Kultur miteinander. Die zumeist ebene Strecke in Ufernähe beinhaltet alles, was die Mosel attraktiv macht: Weinberge entlang der charakteristischen Flussschleifen der Mosel lassen Fahrradfahrer die Kultur der Region erleben – zahlreiche Weinschänken längs des Mosellandes laden zur Weinverkostung und antike Stätte und Burgen werden bei Zwischenstopps erkundet. Die Fahrradtour ist durch ihre geringen Steigungen auch für Familien mit Kindern gut zu bewältigen.

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Velo visavis – die deutsch-französische Radreise für geübte Radler

Etwas anspruchsvoller im Streckenverlauf ist die 260 Kilometer lange Route Velo visavis mit Start und Ziel in Saarbrücken, die über den saarländisch-lothringischen Grenzraum verläuft. Neben ebenen Strecken entlang flacher Flusstäler, beinhaltet sie auch anspruchsvolle Steigungen und ist damit besonders für gut trainierte Radfahrer attraktiv. So sorgen knackige Anstiege im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau für Abwechslung entlang der Strecke und wecken den sportlichen Ehrgeiz. Das Radwegenetz verbindet in fünf Etappen die Städte Saarbrücken, St. Ingbert, Blieskastel, Saargemünd, Saaralben, Forbach und Völklingen miteinander. Weitläufige Wiesenlandschaften, schattige Plätze und kleine Seen entlang der Strecke laden Radler nach einem aktiven Tag in der Natur zu einer kleinen Verschnaufpause ein.

Von der Velo visavis Hauptroute führen gut ausgeschilderte Querverbindungen zu besonderen Attraktionen. Somit lassen sich die schönen Landschaften der Grenzregion in einzelnen Schleifen erradeln und sind auch für junge Fahrradfahrer geeignet. Weitgehend verkehrsfreie und gut beschilderte Wege ermöglichen entspannte Touren entlang der Flussufer von Saar, Blies und Rosselle.

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Weitere Routen in der Region

Die Strecke für Entdecker -Saarland-Radweg

Der etwas kürzere, jedoch nicht weniger spannende 110 Kilometer lange Saarland-Radweg führt entlang des Saarufers von Saarbrücken zunächst nach Lothringen ins französische Saargemünd. Auch diese Rundtour ist besonders familienfreundlich und bietet spannende Stationen, abwechslungsreiche Landschaften und Aussichtspunkte mit herrlichem Panoramablick. Ein Abstecher zum Aussichtsplateau oberhalb der Saarschleife, dem Wahrzeichen des Saarlandes, verspricht einen spektakulären Ausblick auf die Flusslandschaft. Die letzten Kilometer der Tour führen zurück in die Landeshauptstadt Saarbrücken.

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Auf den Spuren Karls des Kühnen – Veloroute Charles le Téméraire

Die historisch interessante Radroute “Charles le Téméraire“, zu Deutsch Karl der Kühne, führt von Frankreich bis nach Belgien und bietet die Gelegenheit, die bedeutenden Reichtümer des Saône Tals zu entdecken. Startpunkt ist Dijon, der Geburtsort Karls des Kühnen. Von dort aus geht es über Metz und Luxemburg weiter ins belgische Brügge. Das Schloss in Ray-sur-Saône und der englische Park gehören zu den vielen Highlights auf der Strecke und laden zum Entdecken ein. Der Streckenverlauf ist gut ausgeschildert und bietet Radfahrern ein ruhiges und zugleich intensives Naturerlebnis, das stetig von einer kontrastreichen Landschaft begleitet.

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Ideale Unterkünfte für Radurlauber

Vom Hotel mit allem Komfort bis zur Familienpension über Campingplätze, Jugendherbergen und private Unterkünfte: Aktuell zeichnen sich rund 70 Übernachtungsbetriebe in den QuattroPole-Städten als besonders fahrradfreundliche Unterkünfte aus. Die Radurlauber erwartet beispielsweise ein abschließbarer Raum zum Abstellen der Fahrräder über Nacht, ein ausgewogenes Frühstück, Trocknungsmöglichkeiten für feuchte Kleidung sowie die Bereitstellung eines Fahrrad-Reparatursets für kleinere Reparaturen. Zahlreiche Unterkünfte bieten zudem einen besonderen Service: Während die Urlauber die wundervolle Landschaft der Grenzregion auf zwei Rädern erkunden, wird ihr Gepäck bequem zur nächsten Unterkunft transportiert. Weitere Informationen unter: www.bettundbike.de und www.bedandbike.lu

Weitere Informationen unter www.quattropole.org/tourismus
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Axel Umlauf

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